Am 20. Dezember 2025 ist er nach Mexiko geflogen – voller Vorfreude auf das, was vor ihm lag: seine neue Wohnung, sein oranges Auto, ein neuer Lebensabschnitt. Und dann meldete er sich nicht mehr. Viele waren in Sorge.

Schliesslich kam die Bestätigung der mexikanischen Behörden: Rolf ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Diese Nachricht hat uns alle zutiefst erschüttert. Wie kann ein so lieber, lebensfroher Mensch einfach nicht mehr da sein? Viele Menschen werden um ihn trauern – Familie, Freunde, Geschäftspartner und all die Teilnehmenden, die er so kompetent, aufmerksam und menschlich begleitet hat. Rolf hat auch in schwierigen Situationen nie seinen Humor verloren. Selbst wenn er sich empathisch und akzeptierend in die tiefsten Seelenwindungen eingelassen hat, sah er meist noch eine Tür, wo andere keine mehr fanden.
Wahrscheinlich würde er mit einem Augenzwinkern sagen: „Es ist sicher einfacher, an meine Beerdigung zu kommen, als all die vielen Kartons zu zügeln.“ Wir würden ihm vehement widersprechen. Wir würden alle unzählige Kartons schleppen, wenn wir ihn dafür zurückbekämen. Denn Rolf war für uns weit mehr als ein Dozent. Er war Freund, Coach, Supervisor, Trainer. Viele von euch werden ihn vor sich sehen: im eleganten dunklen Anzug, darunter seine quietschgelben Socken – sein Markenzeichen. Farbe, Lebensmut und Optimismus.




Über zehn Jahre haben wir eng zusammengearbeitet, Lehrgänge geplant und umgesetzt. Er fand Lösungen für die kniffligsten Situationen, dachte quer, kreativ und klug. Er war auch mein Coach, mein Supervisor – und mit der Zeit mein Freund.
Die letzten Monate waren für ihn aus persönlichen Gründen schwer. Umso beeindruckender war es zu sehen, wie fürsorglich und bewusst er mit sich selbst umging. Wie er seine Ressourcen nutzte, wie er wieder in seine Kraft fand.
Erst gerade kürzlich berichtete er mir: «Ich bin wieder da, es geht mir hervorragend. In den Coachings mache ich auf einmal andere Interventionen und sie sind saugut. Ich merke, wie ich gerade so richtig in meine Kraft komme.»
Ein Mann in seiner Kraft. Ein exzellenter Dozent, Coach, Supervisor, Prozessbegleiter und vieles mehr. Ein Mensch mit gelben Socken, der wieder zu tanzen begann und sich auf sein Leben freute.
Rolf, du fehlst. Und du wirst fehlen.
Lasst uns Rolf zu Ehren eine Kerze anzünden und jemanden, der uns lieb ist, eine Geschichte von Rolf erzählen. Und wenn ihr schwarz trägt, dann bitte die farbigen Socken nicht vergessen. Das hätte er sich gewünscht.
Wir sind darum bemüht, eine passende Nachfolge für Rolf zu finden und ob es eine Möglichkeit gibt in einem festlichen Rahmen einen würdigen Abschied für Rolf zu gestalten. Wir informieren demnächst.
Maya



